05. April 2020

Gottesdienst für Familien an Palmsonntag


In der letzten Woche haben viele Kinder aus unserer Gemeinde Post bekommen von der 'Kirche mit Kindern'. Darin sind Ideen, wie ihr diese Karwoche in Euren Familien feiern könnt. Jeden Tag gibt es zusätzlich eine Mail mit einer Geschichte und einem Gebet, wenn ihr eine Mailadresse mitteilt.

Im Kindergottesdienst zünden wir zu Beginn immer eine Kerze an.

Vielleicht habt ihr auch eine, die ihr auf einen Tisch stellen könnt.
Dann setzt Euch gemütlich um einen Tisch herum.

 

Wenn ihr die Kerze anzündet, könnt ihr sagen:

 

Gott ist auf die Welt gekommen,

um mit uns als Mensch unsere Wege zu gehen -

die dunklen und unheimlichen Wege und die hellen und schönen Wege.

Daran erinnern wir uns in dieser Zeit.

Und jetzt, wenn wir an Gott denken. Amen.

Wenn ihr wollt, könnt ihr ein Lied singen, das ihr gerne mögt.

Oder Ihr singt dieses Lied:

Das wünsch' ich sehr, dass immer einer bei dir wär',

der lacht und spricht: Fürchte dich nicht!


Wir beten mit diesem Lied und singen es als Kehrvers immer wieder:

 

Manchmal habe ich Angst, weil alles so anders ist.

Alle reden gerade von einem Virus, das für viele Menschen gefährlich ist.

Wir sollen alle zuhause bleiben. Ich weiß nicht so genau, wie es weiter gehen wird.

 

     Das wünsch' ich sehr, dass immer einer bei mir wär‘,
     der lacht und spricht: Fürchte dich nicht!

 

Manchmal mache ich mir Sorgen um Menschen, die ich liebhabe.

Ich kann sie gerade nicht besuchen, damit sie nicht krank werden.

Wir können uns nicht umarmen und liebdrücken. Das vermisse ich.

     Das wünsch ich sehr, dass immer einer bei mir wär‘,
     der lacht und spricht: Fürchte dich nicht!

 

Manchmal bin ich ärgerlich und genervt von der ganzen Situation.

Ich fange Streit an und schimpfe mit allen, die ich doch eigentlich liebhabe.


      Das wünsch' ich sehr, dass immer einer bei mir wär‘,
      der lacht und spricht: Fürchte dich nicht!


Manchmal bin ich traurig, weil gerade so vieles nicht geht.

Dann fühle ich mich allein und brauche einen, der bei mir ist.

 

      Das wünsch' ich sehr, dass immer einer bei mir wär‘,
      der lacht und spricht: Fürchte dich nicht!

 

Gott, ich wünsche mir, dass Du da bist. Und ich stelle mir vor:

Du schaust mich an und lachst mir zu.

Du legst mir die Hand auf die Schulter und sagst:

Hab keine Angst. Ich bin da.

 

Wenn ihr wollt, könnt ihr das jetzt auch gegenseitig tun.

Legt euch die Hand auf die Schulter.

Schaut euch freundlich an.

Schenkt euch ein Lächeln.

Und sagt: Hab keine Angst. Ich bin da.

 

Nun lest die Geschichte vor:

 

Jesus war mit seinen Jüngern auf dem Weg nach Jerusalem. Die Leute staunten über Jesus.

Die Jünger aber hatten Angst.

Jesus hatte ihnen erklärt, was mit ihm passieren würde:

„Ich werde den Menschen ausgeliefert.

Sie werden mich auslachen und anspucken, verletzten und töten.

Wenn ich tot bin, werde ich nach drei Tagen auferstehen.“

Seine Jünger verstanden nicht, wovon er redete.

Sie waren wie blind, obwohl ihre Augen sehen konnten.

Sie waren schon nah an Jerusalem, beim Dorf Betanien am Ölberg.

Da schickte Jesus zwei Jünger voraus: Sie holten einen jungen Esel.

Die Jünger legten ihre Kleider auf den Esel.

Jesus setzte sich darauf. Viele breiteten Kleider vor Jesus auf dem Weg aus.

Sie streuten Zweige und jubelten und sangen:

„Hosianna, hilf uns!

Du bist gesegnet, im Namen Gottes kommst du.

Durch dich kommt eine neue Zeit mit Gott.

Hosianna, wir sind froh!“

Jesus ging zum Tempel und sah sich alles genau an.

Abends kehrte er mit seinen Jüngern zurück nach Betanien, das heißt: Haus der Armen.

Nicht wie ein mächtiger Kriegsherr hoch auf einem Pferd kam Jesus.

Auf einem kleinen Esel kam er, unauffällig und leise.

Davon hatte der Prophet Sacharja schon vor langer Zeit erzählt.

So zog Jesus am ersten Tag nach Jerusalem ein.

Das feiern wir bis heute jeden Tag am Palmsonntag.

 

Ihr könnet ein Lied singen oder spielen:

EG 314 Jesus zieht in Jerusalem ein

1. Jesus zieht in Jerusalem ein, Hosianna!
Alle Leute fangen auf der Straße an zu schrein:
I Hosianna, II Hosianna,
I u. II Hosianna in der Höh!
I Hosianna, II Hosianna,
I u. II Hosianna in der Höh!

2. Jesus zieht in Jerusalem ein, Hosianna!
Seht, er kommt geritten, auf dem Esel sitzt der Herr,
Hosianna, Hosianna, Hosianna in der Höh!
Hosianna, Hosianna, Hosianna in der Höh!

3. Jesus zieht in Jerusalem ein, Hosianna!
Kommt und legt ihm Zweige von den Bäumen auf den Weg!
Hosianna, Hosianna, Hosianna in der Höh!
Hosianna, Hosianna, Hosianna in der Höh!

4. Jesus zieht in Jerusalem ein, Hosianna!
Kommt und breitet Kleider auf der Straße vor ihm aus!
Hosianna, Hosianna, Hosianna in der Höh!
Hosianna, Hosianna, Hosianna in der Höh!

5. Jesus zieht in Jerusalem ein, Hosianna!
Alle Leute rufen laut und loben Gott den Herrn!
Hosianna, Hosianna, Hosianna in der Höh!
Hosianna, Hosianna, Hosianna in der Höh!

6. Jesus zieht in Jerusalem ein, Hosianna!
Kommt und lasst uns bitten, statt das »Kreuzige« zu schrein:
Komm, Herr Jesus, komm, Herr Jesus, komm, Herr Jesus, auch zu uns.
Komm, Herr Jesus, komm, Herr Jesus, komm, Herr Jesus, auch zu uns.
                                                            Text und Melodie: Gottfried Neubert 1968

Wenn Ihr Lust habt, malt ein Bild mit bunten Farben oder stellt die Szene mit Playmobil oder Legofiguren nach und macht ein Foto.  Gern könnt Ihr mir das Bild schicken. 

 
Dieses Gebet könnt ihr sprechen:

 

Danke Gott für die Tage, die königlich sind.

Danke für all die Menschen, die sich dann mit uns freuen.

 

Wir wissen, es gibt auch die Tage, an denen wir uns hilflos und klein fühlen.
Schick uns dann Menschen, die uns die Hand auf die Schulter legen oder uns in den Arm nehmen und uns trösten.

Schick uns Menschen, die uns erinnern, dass Du Gott die Kleinen wundervoll findest.

Schenke uns und allen Erwachsenen und Kindern Freundinnen und Freunde, damit sie ihre Wege nicht alleine gehen müssen.

Und gemeinsam beten wir:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung. Sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Segen, dabei könnt ihr euch die Hände geben:

Gott segnet dich auf deinen Wegen, damit du nicht allein gehen musst.
Gott geht an deiner Seite, auch wenn du ihn nicht siehst.
Gott bleibt bei dir. Für immer und ewig. Amen.


Andrea Lermen Evangelische Kirchengemeinde Schaffhausen
Pfarrerin Andrea Lermen

Vorsitzende des Presbyteriums


An der Evangelischen Kirche 1
66787 Wadgassen
Telefon: 06834 40 19 494




Zurück